Juckbohne - Mucuna pruriens

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Die Geschichte

Auf der Suche nach alternativen Therapien untersuchte Ende der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts der indische Universitätsprofessor B. V. Manyam in den USA, welche Pflanzen bisher weltweit zur Behandlung der parkinsonschen Krankheit verwendet wurden.

So fand er den Stechapfel (Datura stramonium, Wirkung: anticholinergisch), eine südamerikanische Liane (Banisteria caapi, Wirkung: MAO-inhibitorisch), den Mutterkornpilz (Claviceps purpurea, Wirkung: dopaminagonistisch) sowie die Pferdebohne (Vicia faba) und die Juckbohne (Mucuna pruriens) mit einem hohen Gehalt an L-Dopa und somit dopaminagonistischer Wirkung.

Aufgrund der besseren Verträglichkeit von Mucuna pruriens gegenüber den anderen Pflanzen entwickelte Professor Manyam aus dem Pulver der geschälten Bohne ein pharmazeutisches Produkt. So sind exakte Dosierung und Vergleichbarkeit mit synthetischem L-Dopa sowie definierte Haltbarkeit gewährleistet.

Durch die erfolgreichen Studien in den USA erhielt das Bohnenpulver die Zulassung zur Behandlung von Parkinsonpatienten in Indien. Es handelt sich bei der Rezeptur um die derzeit einzige weltweit auf dem Markt erhältliche pflanzliche Zubereitung für eine qualitativ anspruchsvolle Parkinsontherapie. Mehr Informationen erhalten Sie über die Seite » Kontakt

 

Juckbohnenpflanze Mucuna pruriens
Foto: Bala V. Manyam

Die Pflanze

Die Mucuna pruriens ist eine Schlingpflanze aus der Familie der Fabaceae, die in den Tropen weit verbreitet ist (siehe Foto). Die in der Schote enthaltene Bohne trägt im Volksmund auch den Namen "Juckbohne", weil ursprünglich die Schoten außen behaart waren. Diese Haare lösten bei Hautkontakt einen starken Juckreiz aus. Um die Handhabung zu erleichtern, sind neuere Züchtungen frei von juckenden Haaren.

Durch den gezielten Anbau der Pflanze ist eine ausreichende Versorgung der Herstellerindustrie mit hochwertigem Pflanzenmaterial gewährleistet. Lieferengpässe, die sich bei Wildsammlung ergeben können, werden somit ausgeschlossen. Auch bietet der Anbau der Arzneipflanze einen Beitrag zum Umweltschutz, da die natürlichen Quellen nicht ausgebeutet werden.